Alles hat ein Ende

Hallo Zusammen,

wie euch bereits aufgefallen ist, wurde es in den letzten 2 Jahren sehr ruhig hier.

Leider fehlt uns die Zeit den Blog regelmäßig mit neuen Beiträgen zu füttern. Da wir keinen neuen Input erschaffen können, haben wir uns entschlossen den Blog zum 30.8.2021 zu schliessen. Bis dahin versuchen wir die besten Rezepte auf unsere FB Seite zu laden.

Wir haben vor, die FB Seite weiter zu pflegen und ggf. Hier neue Beiträge zu erstellen.

Daher folgt und doch gerne auf Facebook weiter. Danke für alles. Wir sehen uns auf Facebook

Euer Tim und Dome

# Beef Brisket

Schlagwörter

, , , , ,

Die „heilige Dreifaltigkeit“ (holy trinity) des BBQ…

…bezeichnet den Hattrick des low&slow, die Triologie des Genuss-Feuerwerks, die Königsdiziplin des Grillen oder ganz einfach die 3 Classics des amerikanischen BBQs.

Spare Ribs, Pulled Pork und Beef Brisket!

Und ehrlich gesagt gibt es doch fast nichts besseres als die Vorstellung von satt glasierten Ribs aus denen die Knochen fast von alleine rausrutschen, einem Schweinenacken, der schon vom anschauen in butterzarte Stücke zerfällt oder einem vor Fleischsaft triefenden, zur Perfektion geräucherten Brisket.

Und da auch im Moseltal Montags „Brusttag“ ist, gibt es bei uns heute Brisket vom Smoker .

Die Einkaufsliste….(für mind. 4 Pers.)

  • 3,5 kg Rinderbrust
  • 0,5L Apfelsaft
  • 50-100g Butter
  • BBQ-Rub(Magic Dust oder ähnlich)

Nachdem wir uns eine schöne Rinderbrust bei unserem MdV Marco Haag besorgt haben……

….wurde diese erstmal ordentlich mit Rub eingestreut.

Sollte auf der Brust noch eine dickere Fettschicht vorhanden sein, schneidet ihr die besser vorher runter. Aber nicht an der Fettschicht rumschnippeln, die das Flat(der flache, untere Teil der Brust)vom daraufliegenden Point trennt. Wir haben bei unserem Stück eine dünne Schicht drauf gelassen und Spoiler: Es war nicht zu unserem Nachteil! 🙂

Und wem hat etwas Fett jemals geschadet?

Das ganze sollte dann mind. 12 Stunden in den Kühlschrank. Habt ihr die Möglichkeit das Ganze noch zu vakuumieren, nutzt diese. Ansonsten packt es einfach in Frischhaltefolie.

Am nächsten Tag-bei uns war es sehr früh morgens- regeln wir den Smoker auf 110-120°C ein und füllen die Wasserschale zu 2/3. Angepeilt wird eine Kerntemperatur von 93-95°C.

Jetzt legen wir unsere Rinderbrust auf und legen 2-3 ordentliche Stücke Kirschholz auf die Briketts. Ihr könnt natürlich auch Buche oder whatever nehmen.

Jetzt heisst es erstmal warten bis uns eine Kerntemperatur von ca. 70°C angezeigt wird.

Seid nicht zu erstaunt wenn die KT relativ schnell bis über 60°C ansteigt, spätestens kurz danach erreicht ihr die erste Plateauphase.

Bei uns ging es schnell bis 68°C. Danach fiel die KT auf 64 und brauchte stattliche 4 Stunden um wieder auf 70°C zu kommen.

Jetzt nehmen wir das Brisket vom Smoker, stellen das Gitter in die Koncis-Form(Alu-Schale)und legen darauf unsere Brust. Die Form können wir so bis knapp unter das Gitter mit Apfelsaft füllen. Wir haben unser Brisket noch zusätzlich in Backpapier eingeschlagen und einige Stücke Butter auf dem Fleisch verteilt. Falls ihr keine geeignete Form zur Hand habt, wickelt ihr das Brisket mit etwas Apfelsaft in Alu-Folie oder Butcher-Paper.

Auf weiteres moppen mit BBQ-Sauce haben wir dabei verzichtet. Wir decken das Ganze jetzt mit einer weiter Koncis-Form ab, die wir umgedreht auf die untere stellen. Ihr könnt es aber auch mit Folie abdecken.

Auf diese Weise versuchen wir eine weitere Plateauphase zu umgehen und sorgen zusätzlich dafür, dass unsere Brust saftig wie möglich wird.

Dann beginnt der gemütliche Teil…Warten.

Die Zeit könnt ihr nutzen, um etwas Schlaf nachzuholen(ein Brisket ist sehr geduldig), euer Baumhaus zu lackieren, Zeit mit der Familie zu verbringen oder aber mit guten Freunden ein paar isotonische Kaltgetränke(Bier!) zu zischen, Zigarren zu rauchen, Whiskey zu trinken, ein paar Nackensteaks für den Zwischenhunger zu grillen, sinnvolle unterhaltsame(oder sinnlose unterhaltsame)Gespräche zu führen oder einfach mal runterfahren vom Alltagsstress.

Nachdem wir uns mit einem Großteil der aufgezählten Möglichkeiten 🙂

etwas mehr als 13 Stunden vertrieben haben, war unser Brisket endlich bei unseren angepeilten 95°C.

Jetzt wird das Fleisch vom Grill genommen und noch 30-60 Minuten zum Ruhen in Alufolie gewickelt.

Dann heisst es das Fleisch- gegen die Faser- anschneiden….

Dieses Brisket war sowas von zart und saftig und der Geruch einfach nur fantastisch. Zugegeben kostet es eine Menge Zeit und auch sicher etwas Aufwand, aber wenn ihr die Zeit noch sinnvoll nutzen könnt und dann noch so ein Ergebnis bekommt, ist es das allemal wert.

Euer MoseltalBBQ

# Pork Belly Burnt Ends

Schlagwörter

, , , ,

Der Hype um die köstlichen Schweinebauch-Würfel geht immer weiter, und das völlig zu Recht.

Denn sie sind nicht nur einfach in der Zubereitung, sondern auch saulecker. Wir zeigen euch wie ihr die Burnt Ends ganz easy auf dem Kugelgrill machen könnt.

Die Mengenangaben in unserem Rezept sind dabei nur grobe Richtwerte.

Verwendet die Zutaten nach eurem Gefühl, und nach dem Platz den der Bund eurer Badebuxe euch lässt 🙂

Ihr braucht…(für 4-5 ausgewachsene Esser)

2,5Kg Schweinebauch (am Stück, ohne Knochen)

200-300ml BBQ-Sauce(Mississippi,Sweet Baby Rays…)

50ml Honig

4 EL brauner Zucker

75g Butter

BBQ-Rub (OFA oder einfach Magic Dust)

Woodchips

Von dem Schweinebauch entfernen wir zuerst die komplette Schwarte.

Dann schneiden wir uns 3-4cm(3x3cm/4x4cm) große Würfel, die wir dann großzügig mit unserem BBQ-Rub bestreuen. Das Ganze solltet ihr im Zip-Beutel oder vakuumiert noch mind. 3 Stunden in den Kühlschrank packen.

Den Grill regeln wir auf 150-180°C für indirektes Grillen ein.

Also einen halb mit Briketts (Profagus)gefüllten AZK durchglühen und auf dem Kohlenrost am Rand verteilen. Oder einfacher in einem Kohlenkorb(wenn vorhanden)und diesen an den Rand stellen.

Die Woodchips wässern wir ca. 1 Stunde vorher. Wir haben eine große Hand voll Pekannuss-Woodchips(Pecan Firespice/Weber)genommen, die geschmacklich super zum Fleisch gepasst haben. Natürlich geht auch Buche, Kirsche o.ä….

Die Würfel verteilen wir im indirekten Bereich und geben dann die Holzspäne über die Briketts. Stellt euch noch eine Grillschale o.ä. unter das Fleisch, da die Würfel einiges an Flüssigkeit verlieren.Deckel drauf, Zu-und Abluft je zu einem Drittel öffnen. Am Anfang werden die noch feuchten Woodchips die Temperatur im Grill noch etwas drücken. Aber das ist kein Problem.

Nach 2 Stunden holen wir das Fleisch vom Grill und legen die Stücke in eine Auflaufform. Es kostet zugegebenermaßen einiges an Selbstberherrschung nicht gleich etwas davon zu verputzen 🙂

Über die Würfel geben wir jetzt den braunen Zucker, die BBQ-Sauce(die Würfel sollen schön überzogen sein, müssen nicht drin schwimmen 😉 ), den Honig und ein paar Butterstückchen.

Danach bedecken wir die Form ordentlich mit Alufolie und stellen sie wieder bei gleicher Temperatur für weitere 2 Stunden auf den Grill auf den Grill. Checkt vorher wieviel von euren Briketts noch übrig ist. Wir haben zur „Halbzeit“ noch ein paar dazu gelegt.

Wenn ihr eine feste Glasur um eure Würfel wollt, nehmt sie nach den 2 Stunden aus der Form und legt sie noch mal 30 Minuten in den indirekten Bereich.

Wir haben sie direkt aus der Form serviert 🙂

In der Auflaufform habt ihr dann noch eine geile Sauce für eure Beilage(Pommes, Reis oder klassisch zur Corona-Zeit…Nudeln 🙂 )

Allerdings sollte man die Pork Belly Burnt Ends gerade zur Sommerzeit nicht allzu oft machen, sonst ist Schweinebauch ganz schnell auch Programm 😉

Bleibt gesund!

Euer MoseltalBBQ

# Dry-Aged Wagyu

Schlagwörter

, , , , ,

Kobe-Beef oder Wagyu….

…ist das wohl begehrteste Fleisch der Welt und für fast jeden Fleischliebhaber der absolute Traum schlechthin.

Über kaum ein anderes Fleisch ranken sich so viele Mythen wie auch Irrtümer, wie um das der japanischen Tajima-Rinder(Schwarzvieh)

Dabei heisst Wagyu nichts anderes als japanisches Rind. Von diesen stammt auch das berühmte Kobe-Fleisch. Da Kobe-Rind aber ein quasi geographisch geschützter Begriff ist, dürfen sich nur die Tiere so nennen, die auch wirklich aus der Region“Kobe“ kommen.

Deshalb fällt diese Delikatesse in unseren Breitengraden meist unter den Namen Wagyu.

Die besondere Marmorierung und der Fettgehalt im Fleisch erfordern eine sehr aufwendige Zucht. Die Rinder leben wenn möglich fast ausschliesslich auf der Weide und werden mit einem bestimmten Futtermix(u.a. Biertreber) versorgt.

Wenn durch Platzmangel keine ausreichende Weidehaltung möglich ist, kommen auch mal Massage-Bürsten zum Einsatz, die die Fettmarmorierung unterstützen sollen.

Man könnte eigentlich meinen, den Rindern geht es besser als uns….na ja zumindest bis sie bei uns auf dem Grill liegen 😄

Da unser MdV Marco Haag  natürlich weiss was gut für uns ist, hat er unter minimaler Anstrengung uns ein paar schöne Steaks zurecht geschnitzt 😎

Den Rest hätten wir am liebsten auch gleich mit genommen 😃

Das Fleisch haben wir erst kurz vor dem Grillen aus dem Kühlschrank genommen. Allein wenn man den Fettrand mit dem Finger berührt, merkt man wie schnell das Fett weich wird. Da wundert es auch nicht das das Fett schon ab 25°C langsam schmilzt.

Etwas gutes Salz aufs Fleisch, dann wird von jeder Seite 2 Minuten scharf angegrillt.

Kurz ruhen lassen(auch wenns schwer fällt) und Guten…..

PicsArt_06-23-08.16.23

Durch die Menge an intramuskulärem Fett im Fleisch zergeht das Steak einem auf der Zunge und hat einen fantastischen, buttrigen Geschmack.

Auch der nach dem Grillen von außen krosse Fettrand zerfliesst einem förmlich im Mund.

Einstimmig können wir jedenfalls sagen, dass es das beste Steak war, was wir je gegessen haben. Unfassbar zart und saftig, aber trotzdem mit dem nötigen Biss.

Unser Wagyu war der Wahnsinn, und wenn man sich mal was gönnen möchte, macht man damit sicher keinen Fehler.

Durch seinen hohen Fettgehalt sättigt ein Wagyu- Steak auch ganz anders wie die Kaliber die wir sonst vergrillen.

Da reichen 300-400 g völlig aus. Dem Magen und dem Geldbeutel 😉

Euer Moseltal-BBQ

# Grilled Lemonade

Schlagwörter

, ,

Es gibt so Tage, da denkt man sich: „Heute grille ich mal ne Zitrone“  😀
Naja….oder so ähnlich.
Aber was gibts erfrischenderes bei sommerlichen 30°C als eine eiskalte, selbstgepresste Zitronenlimo.
Und ja, die Zitronen werden wirklich gegrillt 🙂
Inspiriert dazu hat uns das Rezept von BBQPit

Für ca 4 L Limonade braucht ihr…

16 Zitronen
4 Limetten
300ml Wasser
200g Zucker
150g Honig
3L Wasser oder Mineralwasser
frische Minze
Eiswürfel

Grilled Lemonade (4)
Die Zitronen und Limetten werden halbiert und die Schnittflächen in den Zucker gedrückt, den ihr vorher in einer Schale verteilt habt.
Grilled Lemonade (6).JPG
Danach kommen sie auf den vorgeheizten Kugelgrill und werden direkt bei ca. 180°C und offenem Deckel 10 Minuten scharf angegrillt.
Grilled Lemonade (12).JPG
Danach lasst ihr die Zitronen und Limetten mindestens 15 Minuten abkühlen.
In dieser Zeit gebt ihr den Honig und 300ml Wasser in die Schale mit dem restlichen Zucker und erwärmt diese auf dem Grill.
Dabei rührt ihr alles mehrmals um bis sich der Zucker aufgelöst hat und nehmt die Schale anschliessend vom Grill.
Grilled Lemonade (14).JPG
Nun werden die Zitronen und Limetten mit Hilfe eine Presse ausgepresst und alles durch ein feines Sieb gefiltert.
Wenn ihr jetzt diesen Saft mit der Flüssigkeit aus der Schale in einen Messbecher schüttet, solltet ihr ungefähr 1 Liter Sirup erhalten.
Diesen jetzt noch für einige Zeit in den Kühlschrank stellen und dann in einem Verhältnis von ca 1 zu 4 (je nachdem wie intensiv der Geschmack werden soll)mit Wasser/Mineralwasser aufschütten und mit Eiswürfeln und frischer Minze servieren.
Grilled Lemonade (22).JPG
Wenn ihr noch Orangenlikör und etwas Whiskey zufügt habt ihr eine Lynchburg Lemonade 😉

Euer MoseltalBBQ

# Zwiebel-Käse-Schinken- Brot aus dem Dutch Oven

Schlagwörter

, , , , , ,

Hast du Brot? 😀

Klar, haben wir!
Und Zwiebeln…. und Käse…..und Schinken.
Wenn dann zum frisch gebackenen Brot noch Kräuterbutter hinzu kommt habt ihr eine fantastische Beilage zu gegrilltem Fleisch. Geht zur Not natürlich auch ohne Fleisch.
Aber da wir es im Dutch Oven machen ist der Grill natürlich frei. Also Win-Win-Situation 😉

Für 1 Brot( für mind. 4 Personen) braucht ihr…

500g Mehl (405)
200g Schinkenwürfel
100g ger. Gouda
50g Röstzwiebeln
400ml Mineralwasser
1/2 Würfel frische Hefe
1 TL Salz

Das Mehl, die Schinkenwürfel, den Gouda und die Röstzwiebeln gebt ihr in eine grosse Schüssel. Die Hefe bröselt ihr in eine kleine Schale und verteilt das Salz darüber. Die Hefe reagiert nach kurzer Zeit mit dem Salz und durch etwas rühren mit einem kleinem Löffel löst sie sich komplett auf. Die flüssige Hefe schüttet ihr mit dem Mineralwasser zu euren Zutaten.
Das Ganze rührt ihr mit einem Mixer oder Küchenmaschine ein paar Minuten um, bis ihr einen klebrigen Teig bekommt.
Zwiebel-Käse-Schinken-Brot (4)
Die Schüssel mit eurem Teig deckt ihr mit einem Küchentuch ab und stellt es für 10 Minuten bei 100°C in den Backofen. Oder lasst alles 30 Minuten an einem warmen Ort ruhen.
Anschliessend bemehlt ihr eure Arbeitsfläche, formt den Teig und legt ihn in den Dutch Oven. Wir haben etwas Backpapier untergelegt weil wir zu faul sind etwaige Reste raus zu kratzen 🙂
Zwiebel-Käse-Schinken-Brot (6)
Im AZK haben wir schon mal 25 Kohlen durchgeglüht.
Diese verteilen wir so: 7 Stück unter den Dutch, 18 auf den Deckel. Damit solltet ihr auf 180-200°C kommen.
Zwiebel-Käse-Schinken-Brot (8)
Nach 60-75 Minuten ist euer Brot fertig. Schaut nach einer Stunde mal rein und nehmt es bei dem für euch besten Bräunungsgrad aus dem Dopf.
Zwiebel-Käse-Schinken-Brot (12)
Lasst das Brot auf einem Gitter(oder auf dem kaltem Grillrost) etwas abkühlen.
Danach könnt ihr anschneiden…
Zwiebel-Käse-Schinken-Brot (17)
Zwiebel-Käse-Schinken-Brot (25)
…und am besten noch leicht warm servieren.
Guden!

Euer MoseltalBBQ

# Pastrami „New York Style“

Schlagwörter

, , , , , , , ,

Diese fantastische Kreation ist in den Staaten der mit Abstand beliebteste Sandwich-Belag und fast schon ein Nationalgericht…

…und das zu Recht!

Das auch bei uns immer beliebter werdende, zarte Rindfleisch mit würzigem Pfeffer-Koriander-Mantel ist in Städten wie New York an jeder Ecke zu bekommen.( Katz’s Deli, Eisenberg’s, Ben’s, Pastrami Queen…..)

Im späteren 19. Jahrhundert, als das Essen noch nicht den Weg vom Fleischer in den Kühlschrank fand, brachten jüdische Einwanderer diese aufwändige Art der Fleisch-Konservierung  mit nach Amerika.

Damit wird das Fleisch nicht nur länger haltbar gemacht, sondern bekommt dadurch auch seinen unverwechselbaren, charakteristischen Geschmack. Darüber hinaus ist es auch sehr proteinreich und fettarm(für uns gaaanz wichtig 😀 )

Pastrami wird in 3 wesentlichen Schritten hergestellt: Pökeln, Räuchern und Kochen

Die beliebtesten Stücke für Pastrami sind Brust, Schulter und Tafelspitz. Wir wählen den (im Gegensatz zum milderen „American Style“) würzigeren „New York Style“.

Also besorgen wir uns erstmal bei unserem Metzger unseres Vertrauens eine schöne, fein marmorierte Rinderbrust( Brisket).

Pastrami (5)Pastrami (10)

Diese wird jetzt erst einmal pariert. Dabei muss nicht das komplette Fett, sondern nur die dicken Fettstücke weg geschnitten werden. Damit das Pökelsalz auch optimal ins Fleisch zieht.

Danach gehts an die Pökelmischung…(für 2 Kg Rinderbrust)

100 g Nitritpökelsalz ( gab uns unser MdV gleich mit 😉  )

100 g brauner Rohrzucker

40 g schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

2 EL Koriander, grob gemörsert oder geschrotet

2 EL Knoblauchpulver

Pastrami (1)

Diese Zutaten gut vermischen und das Fleisch, am besten in einer grossen Auflaufform( z.B. Ikea“Koncis“), reichlich von allen Seiten mit der Pökelmischung bedecken.

Pastrami (11)

Die Brust kommt jetzt mit der restlichen Pökelmischung in einen Vakuumbeutel und wird anschliessend vakuumiert…

Pastrami (18)

Und so wandert das Fleisch in den Kühlschrank.

Man sollte grob mindestens 1 Tag pro cm Dicke fürs Pökeln rechnen. Unsere Brust war 4-4,5 cm dick, daher rechnen wir mit einer Zeit von 5 Tagen. Da wir aber ausreichend Winterfell besitzen und kein Risiko eingehen wollen, erhöhen wir die Pökelphase auf 6 Tage 🙂

Bereits nach einem Tag hat sich schon Flüssigkeit im Beutel gebildet, weshalb das Fleisch auch jeden Tag gewendet werden muss. So wird gewährleistet das die Brust gleichmässig gepökelt wird.

Nach 6 Tagen sieht man, dass das Fleisch schon etwas an Größe verloren hat. Wir nehmen die Brust aus dem Beutel und waschen die Pökelmischung unter kaltem Wasser ab.

Danach legen wir sie ins Wasserbad, damit sich der Salzgehalt vom Pökeln im Fleisch etwas reduziert. Dafür legen wir die Rinderbrust in eine mit kaltem Wasser gefüllte Schale(„Koncis“),so dass sie komplett mit Wasser bedeckt ist.

Pastrami (24)

Nach 30 Minuten wird das Wasser gewechselt und das Fleisch gewendet für weitere 30 Minuten

Die Zeit, in der das Fleisch im Wasserbad ruht, nutzen wir natürlich um unseren Grill vorzubereiten. Wir smoken auf dem Kugelgrill mit Minion-Ring und Zugabe von Hickory-Holzchips(ungewässert), die wir großzügig auf den Kohlen verteilen. Unter das Fleisch stellen wir eine Schale mit etwas Wasser.

Pastrami (23)

.

Jetzt tupfen wir die Brust trocken…

…und mischen unseren Rub

4 EL schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen

2 EL Koriander, grob gemörsert oder geschrotet

1 TL Knoblauchpulver

1 TL Thymian

Alles gut vermischen und auf der Unter- und Oberseite der Brust auftragen. Den Rub leicht mit der Hand andrücken, damit er besser haftet.

Pastrami (37)

Wir haben den Minion-Ring knapp eine 3/4 Umdrehung gelegt, wobei nachher etwas mehr als 1/4 der Kohlen übrig blieb. Ihr solltet also mit einem Kohlenring von einem Halbkreis locker hinkommen. 6 Kohlen glühen wir im AZK vor und legen sie an den Anfang des Rings.

Unsere Rinderbrust kommt bei einer Temperatur von 100-120°C in den indirekten Bereich

Pastrami (27)

Dort wird sie auf eine KT von 68°C gezogen, was bei uns etwas mehr als 4 Stunden gedauert hat.

Pastrami (50)

Das Fleisch hat eine schöne durchgehende Rötung vom Pökeln und eine fantastische, feine Marmorierung. Die Brust darf jetzt auf Raumtemperatur abkühlen, bevor sie ein weiteres Mal vakuumiert wird und in den Kühlschrank kommt. Da wir testen wollen ob und welchen Unterschied  eine längere Lagerzeit nach dem Räuchern macht- manche schwören darauf- teilen wir das Fleisch und schneiden das erste Stück nach 5 Tagen, das Zweite nach 14 Tagen an.

Natürlich wurde die erste Scheibe schon vom noch warmen Fleisch geschnitten 😀  Warm war es noch etwas bissfest, kalt dagegen schon sehr zart. Aber jetzt ab in den Beutel. Die Anfangs 2kg schwere Brust hat jetzt übrigens noch ein Gewicht von 1,5 kg.

Pastrami (54)

Nach einer „gefühlten Ewigkeit“ von 5 Tagen wurde die erste Hälfte aus dem Vakuum befreit. Der Geruch der einem entgegen kommt ist schon fantastisch, aber die ersten hauchdünnen(schneidet die Scheiben möglichst dünn) Scheiben auf einem warmen Toast nur mit Butter waren der absolute Wahnsinn. Das Fleisch ist butterzart und wunderbar würzig.

Pastrami (61)

Macht euch die Mühe. Der Geschmack wird euch begeistern!

In einer Woche gibts noch das Update ob die extra Woche im Vakuum das Aroma noch verbessert hat.

Euer MoseltalBBQ

# Gefüllte Paprika mit Tzaziki und Feta

Schlagwörter

, , , , , ,

Es ist schon wieder Sommerzeit!

Natürlich denken wir wieder mal an euch, damit euch beim nächsten Schwimmbad-Besuch nicht die Badehose vom Körper platzt oder vom „Muffin-Top“ verschlungen wird 😀

Also gibt es heute als Beilage gefüllte Paprika mit Tzaziki, Feta und Lauchzwiebeln.

Ihr braucht…

2 Spitzpaprika
200g Tzaziki
100g Feta
1 Bund Lauchzwiebeln
etwas Salz

Die Paprika schneidet ihr in Hälften und entfernt die Kerne und alles was raus muss. Gefüllte Paprika (4)Danach wascht ihr sie ab und gebt in jede Hälfte 1-2 EL Tzaziki.
Den Feta in Würfel schneiden und dazu geben. Lauchzwiebeln in kleine Ringe schneiden und darüber verteilen.Gefüllte Paprika (6)

Das Ganze etwas salzen und auf den vorgeheizten Grill.

Die Paprika werden kurz scharf angegrillt und dann indirekt bei 180-200°C GT ca.20 Minuten gegart, bis der Feta leicht etwas Farbe bekommt.Gefüllte Paprika (10)

Fertig ist eure  Beilage!

Ihr könnt statt Tzaziki auch Frischkäse verwenden.

Euer MoseltalBBQ

# Kartoffelgratin aus dem Dutch Oven

Schlagwörter

, , , , ,

Es gibt Kratäh!“
„Was???“
Kratääääh!“
„???????“
GRATENG!!!“
Oder besser gesagt- Kartoffelgrateng 🙂
Solche Dialoge kennt wohl fast jeder wenn es um diese leckere, überbackene Beilage geht. Vor allem für mehrere Gäste satt zu bekommen geht das Kartoffelgratin immer, da es schnell vorbereitet ist und sich fast von selbst macht. Und was noch mehr geht, ist Kartoffelgratin aus dem Dutch Oven.
Ihr braucht…(für 6-8 Personen/verwendet wird ein 12 Zoll Dutch Oven)
1,5kg Kartoffeln(festkochend)
400g Sahne
200g Creme fraiche
300g Emmentaler, gerieben
250g Speckwürfel
Muskatnuss
Salz
Pfeffer
etwas Butter
(wenn ihr wollt, Zwiebeln)

Die rohen Kartoffeln werden geschält und in dünne Scheiben geschnitten(am besten mit einem Gemüsehobel)

kartoffelgratin-1
Die Sahne und die Creme fraiche in eine Schüssel oder Messbecher geben und ordentlich zu einer Soße verrühren. Mit Salz, Pfeffer und ordentlich Muskatnuss würzen, verrühren und abschmecken. Danach den Dopf ordentlich mit Butter einreiben, damit nix anhaftet. Jetzt schichtet ihr die Kartoffelscheiben und gebt nach jeder Lage Speckwürfel und einen Schuss Soße darüberkartoffelgratin-6
Am Schluss den Käse darauf verstreuen

kartoffelgratin-7
Deckel drauf, und im AZK 25 Briketts durchglühen.
Davon kommen 8 Stück unter den Dopf(nicht mehr, damit es nicht anbrennt!) und die restlichen 17 Briketts auf den Deckel

Kartoffelgratin (10).JPG
So solltet ihr eine Temperatur von 180-200°C erreichen. Nach 75-90 Minuten ist euer Gratin fertig, je nachdem wie dunkel ihr den Käse wollt.

Kartoffelgratin (13).JPGkartoffelgratin-16
Fantastisch! Wer Kartoffelgratin einmal im Dopf gemacht hat, wird ihn garantiert nicht mehr im Backofen machen wollen 😉

Euer MoseltalBBQ

# Krustenbraten im Heubett

Schlagwörter

, , , , ,

Servus,
der Anblick eines Krustenbratens im Roh-Zustand sorgt bei euch schon für ein unkontrollierbares Zucken in den Kaumuskeln und lässt euer Fleisch-♥ höher schlagen?
Dann haben wir schon was gemeinsam.
Während bei den meisten Variationen in allerlei Sorten Bier eingelegt und auch bepinselt wird, werden wir unseren Braten heute im Heubett zubereiten.
Dazu benutzen wir das Heubett von Axtschlag(nicht gesponsort- ich schwör 😉 )
Diese besteht aus einer Box aus Rot-Zeder und ist gefüllt mit einer Kräuterheu-Mischung(Salbei, Rosmarin, rote Chili…)

krustenbraten-im-heubett-1
Desweiteren brauchen wir…(für 4 Personen)
2 kg Krustenbraten(z.B. aus dem Schweineschinken)
100g Salz
1 L Wasser
frisch gemahlener Pfeffer und grobes Meersalz

krustenbraten-im-heubett-7

Damit beim Krustenbraten auch die Kruste schön knusprig aufpoppt, und nicht zäh und ledrig wird, legen wir das gute Stück vor dem Grillen 1-2 Stunden mit der Schwarte in Salzlake. Dafür füllt ihr Wasser in eine Schale oder Auflaufform(bei der „Koncis“-Schale von Ikea war es 1 Liter Wasser) und gebt pro L Wasser 100g Salz hinzu. Dann legt ihr den Krustenbraten mit der Schwarte ins Salzwasser. Achtet darauf das nur die Schwarte im Wasser liegt, damit euer Fleisch nicht zu salzig wird.krustenbraten-im-heubett-9
Danach wischen wir die Schwarte mit Küchenpapier trocken und schneiden die Schwarte, am besten mit einem sehr scharfen Messer(z.B. Teppichmesser), rautenförmig ein. Dabei ist es wichtig das ihr die Schwarte nur bis zur Fettschicht einschneidet und nicht bis ins Fleisch!
Das Fleisch würzen wir etwas mit Pfeffer, die Schwarte reiben wir großzügig mit grobem Meersalz ein.Dann legen wir den Krustenbraten ins Heubett
krustenbraten-im-heubett-17
Das platzieren wir dann in der indirekten Zone unseres vorgeheizten Gasgrills. Wenn ihr wollt und Platz habt könnt ihr eine Auffangschale mit etwas Wasser drunter stellen. Auf dem Kohlegrill verfahrt ihr genauso. Die Kohlen aussen und eine Schale mit Wasser in die Mitte.krustenbraten-im-heubett-19
Den Grill regeln wir auf 160-180°C ein und haben erst mal Zeit uns um das Bier zu kümmern, dass wir sonst zum Einlegen verschwendet hätten 😉
Haben wir eine KT von ca. 68°C(nach ca 2-2,5 Stunden) erreicht, heizen wir den Grill auf 220-240°C hoch, damit die Kruste aufpoppt und schön knusprig wird.
Nach knapp 3 Stunden und einer KT von 73°C ist unser Krustenbraten fertig. Noch kurz ruhen lassen(z.B. 10 Minuten im BO bei 70°C ) und anschneiden…

krustenbraten-im-heubett-22krustenbraten-im-heubett-33
Der Geschmack war der Wahnsinn, die krosse Kruste ein Traum und das Fleisch superzart und saftig(wie man sieht 🙂 )

Krustenbraten im Heubett (38).JPG
Das Fleisch hat(vor allem unterhalb des Bratens) wunderbar den Geschmack des Kräuterheus angenommen und dadurch ein tolles Aroma bekommen. Abgesehen davon, das es während des Grillens herrlich nach Heu geduftet hat, hat sich die Verwendung der Box wirklich gelohnt. in Verbindung mit der krossen Kruste einfach perfekt wenn man einen Krustenbraten ohne Bier oder Marinaden grillen will. Gutes Teil!

Euer MoseltalBBQ