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Bacon Bomb, Ribs, Steaks oder Geflügel. Alles hat seinen festen Bestandteil im BBQ. Aber eine Zutat rundet ein BBQ erst so richtig ab, macht aus einer lockeren Grillsession quasi eine Königsdisziplin.
Ihr wisst was ich meine??? Genau!!! Die BBQ Soße!
Im Handel gibt es inzwischen unzählige Soßen zu kaufen, hier ist für jeden Geschmack was dabei. Süß, scharf, rauchig – um nur einige Geschmacksrichtungen zu nennen. Gerade die Soße von „sweet baby rays“ ist wirklich vorzüglich und wir empfehlen diese auch ohne Vorbehalt weiter! Lohnt es sich also noch, eine eigene Soße anzurühren? Die Antwort lautet ganz klar: JA. Denn am besten schmeckt es noch immer, wenn man weiß, wo es her kommt. Aus diesem Grund glühte heute im schönen Moseltal die Herdplatte und ein leckeres Sößchen wurde angerührt. Nennen wir sie einfach:
Moseltals Cherry-Chipotle BBQ Soße. (Sehr einfallsreich – wir wissen es. Gerne dürft ihr uns in den Kommentaren Namensvorschläge unterbreiten…)
Genug geschwafelt, jetzt geht es los!

Was wir brauchen:
– 2 kleine Zwiebeln
– 2 EL Olivenöl
– 1 Liter Cola eurer Wahl
– 1 Liter Ketchup
– 3 TL Ingwer
– ¾ TL Zimt
– 4 EL brauner Zucker
– 1 EL geräucherter Paprika
– 1 Glas Kirschmarmelade
– 1 Glas Kirschen entsteint (wir haben Schattenmorellen verwendet)
– 5-6 Chipotle in Adobo (wer es scharf mag kann gerne mehr verwenden)
– Den Saft einer halben Zitrone
– 2 TL Worcester Soße
– 4 TL Soja Soße
– ZEIT
Das ganze sieht dann so aus:

Als erstes schütten wir die Schattenmorellen durch ein Sieb ab und trennen sie von ihrer Flüssigkeit. Danach zerdrücken wir jede Schattenmorelle mit den Fingern und geben sie wieder in den Saft zurück. Dies hat folgenden Grund: Es kann immer mal sein, dass sich doch noch ein Kern in den Kirschen befindet. So kontrollieren wir, ob die Kirschen wirklich „sauber“ sind.
Als nächstes nehmen wir die Chipotles aus der Dose. Diese zerhacken wir mit einem Messer ganz fein. Die Chipotles enthalten noch Kerne, die lassen wir auch drin. Sie geben der Soße noch einen schönen Schärfekick.

Im nächsten Schritt schneiden wir die Zwiebeln in kleine Würfel und dünsten diese bei mittlerer Hitze in Olivenöl, bis sie glasig sind.

Sobald die Zwiebeln glasig sind, schütten wir einen Liter Cola und die Schattenmorellen samt Saft hinzu.

Im Topf befindet sich jetzt ca. 1,6 Liter Flüssigkeit. Diese reduzieren wir auf voller Hitze auf ca. 1 Liter ein, das dauert ca. 30 Minuten.
Um die Wartezeit zu verkürzen, mischen wir schon mal die Gewürze zusammen. Wir verwenden braunen Zucker, Zimt, Ingwer und geräucherten Paprika – der gibt der Soße noch einen dezent rauchigen Geschmack.

Zurück zum Herd: Jetzt ist es Zeit, die Soße zu pürieren, sonst wird es später schwer, sie aus der Drückflasche zu bekommen 😀
Wir nehmen also den „Zauberstab“ in die Hand und pürieren die Reduktion ca. 5 Minuten lang, bis keine ganzen Kirschen mehr zu sehen sind.

Bei voller Flamme reduzieren wir die Flüssigkeit nun weiter ein. Am Ende sollten noch ca. 350-400ml im Topf sein. Bald haben wir eine schöne breiige Soße im Topf, die den Geschmack von 1,6 Litern in sich gefangen hält. Schon jetzt ist diese Soße eine Geschmacksexplosion!

In folgender Reihenfolge geben wir nun die weiteren Zutaten hinzu. Nach jeder Zutat rühren wir die Soße um.
– 1 Liter Ketchup
– Das Glas Kirschmarmelade
– Die gehackten Chipotles
– Die Gewürze

Anschließend lassen wir die Soße kurz aufkochen und pürieren diese noch einmal mit dem Zauberstab durch. Dann geben wir den Saft der halben Zitrone dazu.

Nun wird die Soße weitere 20 Minuten auf kleiner Flamme eingekocht. Vorsicht, hier blubbert es heftig, uns ist die Soße bis an die Abzugshaube gespritzt. Wir haben dann von einer tollen Erfindung gehört: Deckel soll diese sich nennen. Werden wir demnächst mal ausprobieren…
Endlich ist die Soße fertig. Sie kann sowohl als Dip-Soße wie auch als Glace benutzt werden.
Viel Spaß beim Nachkochen. Und gebt uns bitte Bescheid, ob euch die Soße genau so grandios geschmeckt hat wie uns!

Euer
MoseltalBBQ

BTW: Vielen Dank an Jörn von U-BBQ der der Ideengeber für diese Soße ist. Schaut euch bitte seine Videos auf youtube an. Es lohnt sich!