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Die „heilige Dreifaltigkeit“ (holy trinity) des BBQ…

…bezeichnet den Hattrick des low&slow, die Triologie des Genuss-Feuerwerks, die Königsdiziplin des Grillen oder ganz einfach die 3 Classics des amerikanischen BBQs.

Spare Ribs, Pulled Pork und Beef Brisket!

Und ehrlich gesagt gibt es doch fast nichts besseres als die Vorstellung von satt glasierten Ribs aus denen die Knochen fast von alleine rausrutschen, einem Schweinenacken, der schon vom anschauen in butterzarte Stücke zerfällt oder einem vor Fleischsaft triefenden, zur Perfektion geräucherten Brisket.

Und da auch im Moseltal Montags „Brusttag“ ist, gibt es bei uns heute Brisket vom Smoker .

Die Einkaufsliste….(für mind. 4 Pers.)

  • 3,5 kg Rinderbrust
  • 0,5L Apfelsaft
  • 50-100g Butter
  • BBQ-Rub(Magic Dust oder ähnlich)

Nachdem wir uns eine schöne Rinderbrust bei unserem MdV Marco Haag besorgt haben……

….wurde diese erstmal ordentlich mit Rub eingestreut.

Sollte auf der Brust noch eine dickere Fettschicht vorhanden sein, schneidet ihr die besser vorher runter. Aber nicht an der Fettschicht rumschnippeln, die das Flat(der flache, untere Teil der Brust)vom daraufliegenden Point trennt. Wir haben bei unserem Stück eine dünne Schicht drauf gelassen und Spoiler: Es war nicht zu unserem Nachteil! 🙂

Und wem hat etwas Fett jemals geschadet?

Das ganze sollte dann mind. 12 Stunden in den Kühlschrank. Habt ihr die Möglichkeit das Ganze noch zu vakuumieren, nutzt diese. Ansonsten packt es einfach in Frischhaltefolie.

Am nächsten Tag-bei uns war es sehr früh morgens- regeln wir den Smoker auf 110-120°C ein und füllen die Wasserschale zu 2/3. Angepeilt wird eine Kerntemperatur von 93-95°C.

Jetzt legen wir unsere Rinderbrust auf und legen 2-3 ordentliche Stücke Kirschholz auf die Briketts. Ihr könnt natürlich auch Buche oder whatever nehmen.

Jetzt heisst es erstmal warten bis uns eine Kerntemperatur von ca. 70°C angezeigt wird.

Seid nicht zu erstaunt wenn die KT relativ schnell bis über 60°C ansteigt, spätestens kurz danach erreicht ihr die erste Plateauphase.

Bei uns ging es schnell bis 68°C. Danach fiel die KT auf 64 und brauchte stattliche 4 Stunden um wieder auf 70°C zu kommen.

Jetzt nehmen wir das Brisket vom Smoker, stellen das Gitter in die Koncis-Form(Alu-Schale)und legen darauf unsere Brust. Die Form können wir so bis knapp unter das Gitter mit Apfelsaft füllen. Wir haben unser Brisket noch zusätzlich in Backpapier eingeschlagen und einige Stücke Butter auf dem Fleisch verteilt. Falls ihr keine geeignete Form zur Hand habt, wickelt ihr das Brisket mit etwas Apfelsaft in Alu-Folie oder Butcher-Paper.

Auf weiteres moppen mit BBQ-Sauce haben wir dabei verzichtet. Wir decken das Ganze jetzt mit einer weiter Koncis-Form ab, die wir umgedreht auf die untere stellen. Ihr könnt es aber auch mit Folie abdecken.

Auf diese Weise versuchen wir eine weitere Plateauphase zu umgehen und sorgen zusätzlich dafür, dass unsere Brust saftig wie möglich wird.

Dann beginnt der gemütliche Teil…Warten.

Die Zeit könnt ihr nutzen, um etwas Schlaf nachzuholen(ein Brisket ist sehr geduldig), euer Baumhaus zu lackieren, Zeit mit der Familie zu verbringen oder aber mit guten Freunden ein paar isotonische Kaltgetränke(Bier!) zu zischen, Zigarren zu rauchen, Whiskey zu trinken, ein paar Nackensteaks für den Zwischenhunger zu grillen, sinnvolle unterhaltsame(oder sinnlose unterhaltsame)Gespräche zu führen oder einfach mal runterfahren vom Alltagsstress.

Nachdem wir uns mit einem Großteil der aufgezählten Möglichkeiten 🙂

etwas mehr als 13 Stunden vertrieben haben, war unser Brisket endlich bei unseren angepeilten 95°C.

Jetzt wird das Fleisch vom Grill genommen und noch 30-60 Minuten zum Ruhen in Alufolie gewickelt.

Dann heisst es das Fleisch- gegen die Faser- anschneiden….

Dieses Brisket war sowas von zart und saftig und der Geruch einfach nur fantastisch. Zugegeben kostet es eine Menge Zeit und auch sicher etwas Aufwand, aber wenn ihr die Zeit noch sinnvoll nutzen könnt und dann noch so ein Ergebnis bekommt, ist es das allemal wert.

Euer MoseltalBBQ